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"Mir liegt überhaupt nichts daran, zu erfahren,
was die Leute hinter meinem Rücken sagen.
Das macht mich viel zu eingebildet."

Oscar Wilde




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Artikel zu Chansonabend der Dresdner Neuesten Nachrichten (PDF-Dokument)

Zeitungkritik "Lorca in Bremen" (PDF-Dokument)




Hörspiel des Monats: "Pelle der Eroberer"

Der Romanklassiker von Martin Andersen-Nexö lief jetzt als Hörspiel beim MDR-Radio und wurde von der Jury der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste zum Hörspiel des Monats gekürt.
(Autorin Caren Fischer, DNN 2004-07-10)




Zum Chansonliederabend "Roter Mohn"
Societaetstheater Dresden

ROTER MOHN
Eine Schwarzfahrt ins Glück

"Das neue Programm von Ramona Kunze-Libnow schließt inhaltlich an das vorangegangene SEHNFLUCHT an. Der rote Mohn - die wunderschön rotleuchtende Blume unserer Phantasie - steht hell leuchtend und wild blühend auf den grünen Wiesen unserer Träume. Sie löst in uns einen Augenblick des absoluten Glücks und Hoffnung auf die Unendlichkeit dieses Moments aus. Im Festhalten wird die Blume gebrochen und in der Vase Ewigkeit vorgetäuscht ROTER MOHN, ein Abend, der vom verzweifelten Bemühen, das Glück zu fangen, es festzuhalten und zu verlieren, erzählt. Es wird von Störenfrieden des Glücks berichtet und auch von Momenten, in denen wir unsere Ängste vor Versagen und Verlieren unterdrücken können oder müssen."

"Mich interessieren die Chansons und Lieder, Couplets usw. nicht nur durch ihre musikalischen Herausforderungen. Ich bin keine Chansonette, keine Sängerin - ich bin eine mit Leidenschaft singende Schauspielerin. Singen und Spielen - das ist das Zentrum meines Wollens, meiner Lust, meiner Kreativität, meiner Begegnung mit den Zuschauern, mit den Zuhörern. Dabei hilft mir mein musikalischer Mentor und Partner, der deutschlandweit bekannte Leipziger Pianist, Komponist, Jazzer und ... Stephan König."




Zur Inszenierung "Barfuß im Park" von Neil Simon
in der Regie von Gerald Gluth
in der Dresdner Komödie:

ANZIEHENDE GEGENSÄTZE
Dresdner Premiere von Neil Simons "Barfuß im Park"
".. Große Komödianten ... Ramona Libnow beweist ihr Talent fürs Komische. Herrlich, wie sie burschikos die neue Wohnung ihrer Tochter begutachtet: "Schön!", "Kann man was draus machen!", "Gefällt mir!". Später ist sie dann der leicht verwirrte, stark verliebte Teenie..."
(Monika Dänhardt, SZ, 27.01.2003)


GEKONNTER KNICHI-WURF MIT BODENBERÜHRUNG
Gerald Gluth inszeniert vergnüglich das Boulevardstück "Barfuß im Park" in der Komödie
"... die dominante Mutter, von Ramona Libnow mit umwerfender Eigenheit gespielt, erreicht immer ihr Ziel, und sei es auf dem Rücken anderer ..."
(Gabriele Gorgas, DNN, 27.01.2003)




Zum Chansonabend "Sehnflucht"
Regie Ralph-Torsten Lincke,
im Kabarett Breschke und Schuch:

MEIN HERZ HÄNGT SEIT JAHREN AM CHANSON
Ramona Kunze-Libnow ist der erste Gast der neuen Reihe "montags"
bei Breschke und Schuch

"In Zukunft bleibt im Kabarett Breschke & Schuch der Saal auch montags nicht dunkel. Regisseur und Theatermann Ralph-Torsten Lincke, der Mann, der hinter der Künstlervermittlung "Gaukler Produktions" steht, hatte dafür eine Idee. Schließlich gibt es in der sächsischen Kulturlandschaft viele Künstler, die in ihren Schubkästen kleine, feine Programme haben. Manchen kennt das Publikum als Schauspieler sehr genau, doch es weiß kaum, dass er oder sie noch ganz andere Fähigkeiten hat. Beispielsweise gesangliche wie Ramona Kunze-Libnow, die die neue Reihe "montags" heute eröffnen wird - mit dem Chansonabend "Sehnflucht".

Derzeit steht die Mimin in "Barfuß im Park" in der Komödie Dresden auf der Bühne. Man spürt den Spaß, den sie Ramona Kunze-Libnow bereitet. Sie spielt eine Frau, die zunächst bodenständig und kurz angebunden durchs Leben geht. Später dann - durch die Liebe - ein ziemlich verrücktes Huhn wird. Diese Wandlung liegt der Schauspielerin. Kollegen und Freunde versichern, dass sie für jeden Spaß zu haben ist und ausgesprochen gerne lacht.

Ramona Kunze-Libnow hat viele Farben in sich. Das spürte wohl auch die Aufnahmekommission damals an der Theaterhochschule Leipzig, wo sie vorsprach: "Einfach auf der Suche nach einem Studienplatz in Leipzig. Eigentlich wollte ich Innenarchitektin werden." Nach dem Studium bekam sie gleich ein Engagement am Schauspiel Leipzig. Es sind besonders zwei Regisseure, die sie als wichtig für ihre Entwicklung benennt: Leander Haußmann und Konstanze Lauterbach. Letztere holte sie dann sogar nach Bonn ,Bremen für Lorcas "Dõna Rosita bleibt ledig" und Ròzewiczs' "Weiße Ehe" (am Bayerischen Staatsschauspiel). Ernste Stücke, erste Rollen. "Habe ich sehr gern gespielt. Wobei ich es total okay finde, dass man mich in letzter Zeit, beispielsweise an der Komödie, auch gern als schräge Nudel engagiert." Ihre leisen Töne, schließlich, zeigt sie im Chansonabend. ...

"Sehnflucht" hatte schon 1999 in Leipzig Premiere. Die Kritiken, wie übrigens auch nach Auftritten in Dresden, waren des Lobes voll, sprachen von einem sehr musikalischen Abend.

Ramona Kunze-Libnow, ihr Ehemann ist der Intendant des Theaters Junge Generation, Dietrich Kunze, hat sich lange und intensiv darauf vorbereitet: "Mein Herz hängt schon seit Jahren am Chanson. Ich sammle sie und bin nach Chansonsendungen im Radio richtig süchtig. Für meinen ersten Abend habe ich mindestens zwei Jahre lang nur Titel gesucht. Klaus Hofmann hat einmal gesagt: Wenn man einen Titel fünfzig mal gehört hat und ihn immer noch schön findet, sollte man ihn singen. Das war so ein bisschen mein Maßstab. "Sehnflucht" kommt von Sehnsucht und Flucht. Der Untertitel heißt "Erträumtes und Verlorenes". Wir bieten Chansons von Georg Kreisler, Friedrich Hollaender, Jacques Brel. Ein handfester Abend, bei dem ich sogar Reppe - aber auch nachdenklich bin."

Da alles passt zu ihr, denn wenn sie auftritt, hat sie etwas zu sagen: "Auch wenn das manche altmodisch finden, ich habe immer eine Botschaft. Und sei es die, an die Achtung vor dem anderen zu appellieren, Liebe und Wärme weiterzugeben." Begleitet wird Ramona Libnow-Kunze bei diesem Abend von dem Pianisten Stephan König. Ein Künstler, der seit den 80ern zur Jazz-Garde Deutschlands gehört und von dem man in Leipzig sagt, er habe goldene Hände. Für Ramona Libnow ein Glücksfall: "Das ist mein musikalischer Ehemann. Ein phantastischer Pianist, der wunderbar arrangiert und einfühlsam begleitet." ...
(Monika Dänhardt, SZ, 03.02.2003)




Interview zum Film "Die Schönste aus Bitterfeld"
Regie: Matthias Tiefenbacher
(Rhein Film)

ICH KANN MICH NICHT VERSTELLEN; ICH BIN DAS SKURRILE VOLLWEIB
Ramona Kunze-Libnow über Rollen, Erinnerungen, Leipzig

Sie wurde in Barneberg in der Börde geboren, studierte an der Leipziger Theaterhochschule und gehörte von 1980 bis 1995 zum Ensemble des Leipziger Schauspiels: Ramona Kunze-Libnow (Mann: Dietrich Kunze, Intendant des Theaters Junge Generation Dresden). Nun spielt sie in "Die Schönste aus Bitterfeld" die energische, derbe Jutta. Norbert Wehrstedt sprach mit der 46-Jährigen.

Bitterfeld kannten Sie natürlich ...
... und wenn ich früher durchgefahren bin, habe ich mich immer unwohl gefühlt und gedacht: Mein Gott, kann man hier leben?!

Haben Sie jetzt im Film die DDR wiedergefunden?
Vieles. Meine Mutter war Chemiearbeiterin, da habe ich einiges mitbekommen von der Kraft, Derbheit und Direktheit, die von Chemiefrauen ausgehen können.

Das stand schon im Drehbuch?
Ich habe viel gelacht beim Lesen und mich an vieles sofort erinnert.

Auch an diesen Kulturpalast?
Natürlich. Ich habe ja wie viele meiner Kollegen in der DDR bei Jugendweihen rezitiert - und zufällig auch einmal in Bitterfeld.

Wie war´s?
Kalt, grau und ungemütlich.

Nichts gespürt von Schönheit?
Schönheit und Bitterfeld zusammen zu bringen, ist herrlich absurd.

Wie ist denn Ihre Jutta?
Ein ganz alltägliches, richtiges Vollweib. Sie hat vorn und hinten was dran, weiß, dass sie nie gewinnen kann - und macht mit, weil sie großen Spaß an der Solidarität hat.

Finden Sie sich in der Rolle wieder?
Ich bin sehr uneitel, will niemals in einer Rolle schön sein und hab' keinen Bock darauf, mir etwas runterzuhungern. Ich bleibe lieber die skurrile Vollweib-Ulknudel.

Werden Sie gern darin besetzt?
Weiß ich nicht. Ich glaube, man ist präsent, wenn man nicht anders erscheinen will als man wirklich ist.

Beobachten Sie sich kritisch?
Sehr sogar. Wenn ich einen Film das erste Mal sehe, sage ich: Okay ..., aber dann sehe ich ihn ein zweites Mal und entdecke Momente, wo ich mir sage: Da hättest du doch noch das und das reinbringen können.

Warum haben sie 1995 am Leipziger Theater aufgehört?
Wenn ich damals nicht gegangen wäre, wäre ich hier hängengeblieben. Also habe ich mich gefragt: Willst du das wirklich?

Und? Bereut?
Nein. Es haben sich so viele Dinge ergeben, an die ich vorher nie gedacht hätte.

Theater ist nun also abgehakt?
In ein Ensemble will ich im Augenblick nicht, dafür habe ich zu viel Freude am Drehen. Ich spiele wirklich gern Theater, aber nicht alles, was ich spielen soll. Ich möchte aussuchen.

Ihre liebsten Rollen in Leipzig?
"Offene Zweierbeziehung" von Dario Fo, inszeniert von Leander Haußmann, und "Bernada Albas Haus", Regie: Konstanze Lauterbach.

Wenn man Sie so hört, scheinen Sie ganz zufrieden zu sein ...?
Ich hatte viel Glück und konnte in diesem Jahr einiges drehen. Außerdem spreche ich Werbung, mache Lesungen und habe mein Chansonprogramm "Sehn-Flucht".

Sie singen gern?
Schon immer - und schon immer habe ich Chansons geliebt. Gehört, gehört, gehört und nie den Mut gehabt, selbst zu singen. Erst als ich freischaffend war, habe ich überlegt: Was kannst du jetzt machen? Da bin ich aufs Singen gekommen.

Was ist denn da so zu hören?
Jacques Brei, Friedrich Hollaender, Mischa Spoliansky, Bulat Okudshawa ... Lauter Titel, die ich auch schauspielerisch angehen kann. Mich einfach hinstellen und zwischen Frühstück und Gänsebraten singen, das würde ich niemals machen.

Wo sind Ihre Maßstäbe?
Wenn es mittelmäßig wird, höre ich auf ... Aber jetzt bereite ich erst mal den zweiten Abend vor. (20.15 ARD)
(Norbert Wehrstedt - LVZ, 10.12.2003)